OpenCourse 2011

Zukunft des Lernens

 

Woche 6 (6. – 12. Juni): Wo wir heute stehen. Nutzungs- und Lernszenarien


I. Überblick:

Die Zahlen sind beeindruckend: Anfang April 2011 hatte allein Facebook 664 Millionen Mitglieder, davon 18 Millionen aus Deutschland. 145 Millionen Nutzer weltweit soll Twitter haben, das es erst seit 2006 gibt! Hinzu kommen Millionen Blogger … Anfangs wurden diese Zahlen einer jungen Generation, der net generation, zugeschrieben und überlegt, wie diese in Zukunft Arbeitgeber und Bildungsinstitutionen mit ihren Bedürfnissen und Anforderungen unter Druck setzen werden. Inzwischen hat sich die Aufregung gelegt, und man beginnt, sich genauer mit den neuen Technologien und ihren Nutzern auseinanderzusetzen.

Konkret: Wie gehen Heranwachsende und Studierende mit den neuen Technologien, z.B. den Social Media, um? Und was bedeuten Verbreitung und Nutzung von Social Media für Lehr- und Lernprozesse in bestimmten Zielgruppen?


II. Lektüre:

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs): JIM-Studie 2010. Jugend, Information, (Multi-) Media, Stuttgart 2010
http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf10/JIM2010.pdf

Initiative D21: (N)ONLINE Atlas 2010. Eine Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland. Juli 2010
http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2010/06/NONLINER2010.pdf

Rolf Schulmeister: Gibt es eine Net Generation? Erweiterte Version 3.
Hamburg Dezember 2009
http://www.zhw.uni-hamburg.de/uploads/schulmeister_net-generation_v3.pdf

Rolf Schulmeister: Is There a Net Gener in the House? Dispelling a Mystification. In: eLeed – eLearning and education, Nr. 5, Juli 2009
http://eleed.campussource.de/archive/5/1587/

Rolf Schulmeister: Studierende, Internet, E-Learning und Web 2.0. In: N. Apostolopoulos, H. Hoffmann, V. Mansmann, A. Schwill (Hrsg.): E-Learning 2009: Lernen im digitalen Zeitalter (=Medien in der Wissenschaft Bd 51; als PFD downloadbar)
Waxmann: Münster 2009, S. 129-140
http://www.waxmann-verlag.de/fileadmin/media/zusatztexte/2199Volltext.pdf

Rolf Schulmeister: Generation Upload In: Jahrbuch eLearning & Wissensmanagement 2011, p. 66-71, Preprint-Version.
http://www.zhw.uni-hamburg.de/uploads/generation-upload.pdf

PANEL: THE GREAT NET GEN DEBATE (Norm Friesen und Mark Bullen), in: The Digital Future of Higher Education,  Thompson Rivers University, Kamloops/BC, 22. February 2011
http://www.tru.ca/digifuture.html

Bernd Kleimann, Murat Özkilic und Marc Göcks: Studieren im Web 2.0, HISBUS-Kurzinformation Nr. 21, November 2008
https://hisbus.his.de/hisbus/docs/hisbus21.pdf

Martin Ebner und Mandy Schiefner: Digital native students? Web 2.0-Nutzung von Studierenden, e-teaching.org, 26. Januar 2009
http://www.e-teaching.org/praxis/erfahrungsberichte/ebner_schiefner_web20


III. Online-Event:

Mittwoch, 08.06.2011, 17-18 Uhr
Referent: Prof. Dr. Rolf Schulmeister, Universität Hamburg
Thema: Wie gehen Heranwachsende und Studierende mit den neuen Technologien, z.B. den Social Media, um? Und was bedeuten Verbreitung und Nutzung von Social Media für Lehr- und Lernprozesse in bestimmten Zielgruppen?

Zugang zum Virtual Classroom (Adobe Connect): https://webconf.vc.dfn.de/opencourse
Zugang via Ustream: http://www.ustream.tv/channel/opco11


IV. Weitere Aktivitäten:

1. Wie nutzen Menschen das Web? Welche Erfahrungen und Kenntnisse haben sie, was Social Media betrifft? Beschreiben Sie Ihre eigenen Erfahrungen und Nutzungsgewohnheiten. Nutzen Sie dazu die Profile, die die Autoren von Forrester Research entwickelt und hier beschrieben haben. Welchem Profil würden Sie sich zuordnen?

2. Kennen Sie weitere Unterscheidungen von Typen und Profilen, die die Nutzung des Internets oder neuer Technologien betreffen? Geben Sie eine kurze Einschätzung der jeweiligen Typologie und verlinken Sie die entsprechenden Quellen.

3 Antworten auf Woche 6 (6. – 12. Juni): Wo wir heute stehen. Nutzungs- und Lernszenarien

  1. Ich habe eine sehr große Bitte an alle: Könnten wir es jetzt bitte einfach als akzeptiert betrachten, dass die heutige Jugend (sagen wir: die Geburtsjahrgänge 1985 bis 2001) zwar von manchen als „Net Generation“ bezeichnet wird, dass das aber mitnichten bedeutet, dass sie Meister der Verwendung dieses Netzes sind. Diese Diagnose haben wir nun wirklich im Übermaß gehört, und nicht zuletzt wissen alle, die im Kontakt mit Schülern oder Studenten sind, dass sie zutrifft.
    Nun ist es eine Sache zu sagen: Die Welt ist schlecht.
    Einen Schritt weiter sind wir mit: Wir haben empirisch belegt, dass die Welt schlecht ist.
    Aber wollen wir es denn dabei belassen? Wollen wir sagen: Ah, Internet – netter Versuch, jetzt holt aber mal wieder eure Hefte und Stifte raus, das mit der Elektronik war wohl nix?
    Meine Güte!
    Wenn ich jetzt noch einmal hier lese: „die ‚Netzgeneration‘ ist ein Mythos“, dann melde ich ernsthafte Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Benennung dieses OpenCourse an. Dann schlage ich vor, „Zukunft des Lernens“ zu ergänzen durch „… können wir uns abschminken“.

  2. Jochen Robes sagt:

    Agree. Botschaft angekommen. Ich habe es eher so gesehen: Wir sind jetzt einige Wochen losgelaufen, haben neue Technologien, social learning, persönliche Lernumgebungen usw. diskutiert; jetzt wurde eine Woche Luft geholt: um zu schauen, wie es heute hinter vielen Türen noch aussieht, hinter denen gelernt wird; um dann wieder durchzustarten und wieder neue Modelle und Szenarien in den Blick zu nehmen. Zukunft des Lernens eben (mit all den Lücken in der Agenda, auf die ja einige in den letzten Tagen zurecht hingewiesen haben).

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