Tagung 2.0: Neue Tagungskultur? Nachdenken über die Nutzung von Web 2.0 auf Tagungen und Konferenzen

Ganz ehrlich? Mich würden Kommentare auf diesen Beitrag sehr freuen. Denn er ist erst mal nur ein Gedankensplitter, ein erster Impuls auf einen Eindruck nach der E-Learning 2009, der zur Diskussion anregen soll…

… Tagungen haben sich verändert. Zumindest im Bereich eLearning. Was ich zum ersten Mal in diesem Jahr erlebte, und das sicher dank der guten WLAN Verbindung auf dem wunderschönen Kongressgelände der FU Berlin (viel Lob an der Stelle nochmals an Nico Apostolopoulos und dem ganze Team, die Tagung ward wirklich hervorragend organisiert und ausgestattet!), war eine Vermischung von Web 2.0 Technologien und Tagungsgeschehen und das nicht zuletzt dank Twitter (ich hoffe, dass trotz der zahlreichen Diskussionen in Twitter auf, was Web 2.0 nun letztendlich umfasst, ‚Twittern’ sicherlich dazugehört ;-)) Was zu beobachten war, sind Personen, die im Raum dem Vortrag lauschten und zeitgleich mit anderen Teilnehmenden und auch Nichtanwesenden kurze Textnachrichten via Twitter austauschten. Dies fand seinen Höhepunkt in der Dokumentation der Twitternachrichten auf der Tagungshomepage www.gmw09.de, die vor und nach den Folienpräsentationen eingeblendet wurden, was die aktuellen, aber nicht verbalisierten Beiträge plenar zugänglich machte. In der Abschlussdiskussion saß ich neben drei Personen, die in voreinander sitzenden Reihen ‚miteinander’ (?) zum aktuell vorne ablaufenden Geschehen ‚twitternden’, was in einen Tweetvorschlag mündete, sich doch in der Pause twitternd zum Tagungsgeschehen zu treffen. Zeitgleich beobachtete ich eine Rücknahme der Wortbeiträge gegenüber den Referenten, die natürlich die Vortragskommentare ihrer Zuhörer nachträglich in Twitter nachlesen können. Nicht förderlich war an dieser Stelle natürlich die mangelnde Beteiligung der Zuhörer durch die Moderatorin an der abschließenden Podiumsdiskussion; Unzufriedene konnten sich da aber zeitgleich in Twitter Luft machen (siehe die unteren Tweets im Bild). Dies wurde sogar die über besagte Veranstaltungshomepage an die Wand projiziert, was die Podiumsteilnehmer aber leider mangels Augen am Hinterkopf nicht sehen konnten.

bild1

Auch die am Vortag präsentierten, erfrischend provokanten Thesen von Gudrun Bachmann, dass es an der Zeit sei, den Begriff eLearning wieder verschwinden zu lassen, führten zu erstaunlich wenig Kommentaren im Raum – Reaktionen erfolgten zumeist nur online. Leidet hier die Kommunikation zwischen Referenten und Teilnehmenden zugunsten einer erhöhten Kommunikation der twitternden Teilnehmenden untereinander? Letztendlich legen hier die Teilnehmenden das Verhalten an den Tag, was viele als Lehrende von ihren Studierenden befürchten: sie packen das Laptop aus und twittern und surfen, beantworten Emails und erledigen Aufgaben während des Vortrags. Ein Teilnehmer bezeichnete das gar als schlechtes Benehmen. Zumindest befasste sich das twitternde Publikum meist mit Fachfragen. Ob das ok ist, beschäftigte Tagungsbesucher auch in den Kaffeepausen und Abendgesprächen, für mich war es eine der meistdiskutierten Fragen. Die ich für mich nicht abschließend geklärt habe. Schön ist: der User generated content zieht ins Tagungsgeschäft ein. Nicht allen scheint das zu gefallen. Wie wir damit umgehen – auch in unserer Lehre – ist eine noch offene Frage. Zumindest öffnet es informelle Türen und das passiert, was wir uns seit langem auch und vor allem für die Lehre wünschen: eine kreative, konstruktive Auseinandersetzung mit Themen durch die Teilnehmenden. Die aber eben nicht mehr ganz für uns Lehrende oder Referierende kontrollierbar ist. Die Frage ist: wie finden wir das? Sicher ist: mir hat es Lust auf Gemeinschaft gemacht. Auf Vernetzung. Und sich auszutauschen. Ich habe die anderen mehr wahrgenommen als Gruppe der Teilnehmenden, ‚da ist noch wer, der auch zuhört‘ – mehr als ich das in traditionellen Konferenzformen erfahre. Ist es nicht das was wir in der Lehre immer wollen: den Austausch zwischen den Teilnehmenden? Das hatten wir uns doch immer gewünscht, oder? Den aktiven Diskurs zwischen Teilnehmenden. Nun geschieht es in dieser Form, mal wieder: so hatten wir das nicht unbedingt vorhergesehen. Wollen wir das wirklich? Die Frage ist: wie gehen wir damit um? Tagung 2.0: vielleicht brauchen wir in Zukunft neue Tagungsformen, die das informelle Twittertauschen noch stärker in den Tagungsbetrieb, in das Gespräch mit den Referenten integrieren und vielleicht hat das auch Perspektiven für unsere neue Formen der Lehre mit eLearning 2.0.

Über Claudia Bremer

Claudia Bremer, eLearning, Goethe-Universität Frankfurt

23 Kommentare zu “Tagung 2.0: Neue Tagungskultur? Nachdenken über die Nutzung von Web 2.0 auf Tagungen und Konferenzen

  1. Die intensive Betwitterung der GMW-Tagung findet sein Echo im Blog-Wald und dieses zeigt deutlich, dass es einen Unterschied macht ob ich Twitter als organisatorisches oder persönliches Informationstool nutze (mal abgesehen von dem sozialen Wohlfühlcharakter) oder die Vorträge und Gedanken anderer in Echtzeit kommentierend begleite, ohne dass diese so recht davon Kenntnis nehmen können.
    Weitere Gedanken- und Diskussionsanstöße finden sich bei:
    Jooachim Wedekinds Erfahrungen mit dem Twitter Gewitter: http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/?p=381
    Gabi Reinmanns altmodischem GWM-Rückblick: http://gabi-reinmann.de/?p=1360
    und Mandy Schiefner, die auch über das Twitter-Phänomen auf der GMW-Tagung staunt: http://2headz.ch/blog/2009/09/gmw-09-blicke-zurueck/
    Wer sich jetzt noch einen ausgiebigen Blick auf die Tweets, die vielleicht nicht immer die Welt aber immerhin die Gemüter bewegten werfen will, der kann dies tun unter: http://twitter.com/#search?q=%23bel09

  2. Ich selber war nicht auf der GMW, konnte also nur online mitbekommen, was sich da vor Ort tut. Im ersten Augenblick fand ich es nett zu sehen, ach, Jojo ist auch da, Raum bei Gabi Reinmann voll etc. Man ist ein wenig „dabei“, meint man. Aber das ist nicht so. Zu dünn sind die Infos, also wechsele ich zum Videostream, da bekomme ich alles mit als ob ich im Raum sitzen würde.
    Versetze ich mich in die Lage eines Referenten, dann würden mir die twitter-Aktivitäten nerven. Das wirklich knappe Gut „Wir im Präsenzraum“ wird unterlaufen, durch gespaltene Aufmerksamkeit. Wir hatten die Diskussion schon 2006 auf der GMW Tagung, Streitrunde von Ökonomie und Bildung. Wir haben uns drauf geeinigt, dass es wenige und ausgesuchte Liveblogger gibt. Aber die Zuhörer, die sollten zuhören, sich ganz auf die Aktivitäten in diesem Raum konzentrieren(können).

    Das Hauptproblem liegt aber ganz wo anders: hinter twitter kann man sich verstecken, man kann sich artikulieren ohne im Raum aufzustehen und sich zu artikulieren: Körperpräsenz zeigen, hier, jetzt! Das ist man dem Referenten (der sich ja Mühe macht) schuldig.

  3. Pingback: E-Learning 2009: Wissenschaftler 2.0 auf Diskurssuche! | E-Learning 2.0

  4. @Frank Ich kann dir überhaupt nicht zustimmen. Körperlich aufstehen und sich zu Wort melden kann immer nur einer gleichzeitig im Raum. Und wer macht das schon? Über Twitter können viel mehr Personen gleichzeitig im Raum miteinander interagieren bzw. einfach ihre Meinung kundtun. Und Twitter ist gerade auch ein Möglichkeit für „schüchterne“ Menschen, die sich nicht aufzustehen trauen aber dennoch sehr gute Gedanken haben, sich zu äußern.

    Selbstverständlich wird Aufmerksamkeit vom Zuhören durch Twitter abgezogen… und in die aktive Verarbeitung des Vortrags gesteckt. Ein Plenum, welches „nicht nur“ da sitzt und zuhört, sondern bereits gleichzeitig synchron mitgestaltet, gemeinsam Unklarheiten klärt und auch die Außenwelt mit einbezieht. Ein aktiv verarbeitendes Publikum. Welcher Vortragende wünscht sich das nicht? Ich jedenfalls habe bislang zu viele nicht-twitternde Menschen in wissenschaftlichen Vorträgen sitzen und ihre Mails checken sehen. Und dabei ging es inhaltlich vermutlich nicht um den Vortrag.

  5. Hallo Christian! Ha! „Kontroverse“ 😉

    1) Körperpräsenz: Du verdeckst den Wert der Körperpräsenz mit den Potenzialen der virtuellen Partizipation. a) Wenn man im Präsenzraum ist kann man dem Referenten „Auge in Auge“ sagen, was einem gefallen hat, was man kritisch sieht. Das ist unmittelbar, authetisch und situiert. b) Das kann leider nur jeweils einer/eine machen, aber die können es richtig. Richtig ist, dass man dafür Mut braucht, den man gerade im universitären Raum wach halten (einüben) muss.

    2) Mehrwert von Twitter & co: Du machst recht selbstverständlich die Unterscheidung zwischen einem „nur da sitzenden Publikum“ und „einem aktiv verarbeitenden Publikum“ – interessant :-). In der Realität haben wir es wohl immer mit Mischformen zu tun, abhängig vom Format (Workshop oder Vorlesung-Typ), dem Zwangscharakter, Vorbildung, Ausmaß nächtlicher Schlafstunden etc.
    Der Mehrwert/Unwert wird vielleicht an den Extrempunkten deutlich: Nehmen wir einen Vortrag, z.B. von …. Gabi R. ;-). Die sind sehr dicht, mit einer komplexer werdenenden Botschaftsarchitektur, also was zum intensiven MITDENKEN. These: paralleles twittern (geteilte Aufmerksamkeit) führt zu schlechteren Mitdenkleistung (und irgendwie geht der Mitdenk-Flow weg) und wird durch einen Assoziations-Flow ersetzt. Möge jeder selber entscheiden was ihm mehr Spaß macht. Es entstehen aber Kollateralschäden, da jedes Twittern im Präsenzraum des Vortragenden passiert. D.h. andere, nicht twitternde Zuhörer, sind vom Tippen in ihrem kognitiven oder ästhetischen? Genuss beeinflusst. Nun zum Redner: er/sie hat (gerechtfertigt oder nicht) die Erwartung, dass das Publikum mit voller Aufmerksamkeit dem Vortragswerk zuhört, also ein hohes Maß an innerer Aktivität einbringt. Das ist die Form des Respekts des Zuhöhres, also eine Antwort auf den eingebrachten Respekt des Redners durch einen gut vorbereitetn Vortrag. Du merkst: ich bin beim K u n s t w e r k angelangt, daraus leiten sich Ansprüche ab. Zugespitzt: Das Kunstwerk „Vortrag“ entsteht durch die schweigende aber hochaktive Anteilnahme des Zuhörers. Einschränkung: Nicht immer sind Vorträge (auch Keynotes) Kunstwerke ;-).

    Springen wir vom Kunstwerk auf das Sofa, sagen wir … Bildungsexpdition, Station, Bremen. Da ist wenig vorbereitet (ok, Kaffee, Kuchen, gute Laune, neugiere Menschen, Themenanker/Leitfragen). Da reden 4-5 Menschen, nicht durcheinader, aber doch überlappend, die Argumente beleuchten für jeweils kurze Zeit Phänomene (Prüfungskultur, Lehrerbildung, etc.). Man ist für Assotiationen aus der Runde und dem Internet dankbar, WEIL SIE WICHTIGE ANKER und ENERGIEN für das Weitespinnen oder Infragestellen von Gedanken und Gesagten sind. Das ist also mehr ein lebendiger (emmrgenter) Ideenraum, der sich da entwickelt.

    (Vorläufiges) Fazit: Die Produktionslogik eines Vortrags als Kunstwerk und einer Diskussionsrunde als Ideenraum ist jeweils anders. In dieser extremen Zuspitzung irgendwie logisch ;-). Ich vermute dass sich die twitterbegleitenden Vorträge weiter durchsetzen werden, warum? Weil der Vortragsmodus sich immer mehr dem zweiten Typ angleicht, es geht um kurzen Input, der sich dann in eine interaktive (twittergestützte) Diskussion verlängert. Wie ICH das finde? In diesem zweiten Format sehr gut. Nur, bei einem sehr guten Vortrag würde mich eben genau das tippen links und rechts und die geteilte Aufmerksamkeit Dritter stören. Altmodisch? Grüße 🙂 Frank

  6. Ich liebe solche Kontroversen! 😉

    zu 1) Meiner Ansicht nach überbewertest du die körperliche Präsenz. Was bitte meinst du mit „und die können es richtig“? Genauso könnte man behaupten, dass E-Mails zwar ganz nett sind, aber das persönliche „Auge-in-Auge-Gespräch“ nicht ersetzen können, weil es sich dabei um „richtige“ Gespräche handelt. Obwohl persönliche Gespräche ganzheitlicher und „wertvoller“ sind, sind E-Mails an vielen Stellen einfach praktischer und schneller und erlauben „mehr“ Kommunikation als die persönlichen Gespräche. Man sucht ja nicht wegen jeder Kleinigkeit das persönliche Gespräch. Genauso verhält es sich mit Twitter. Ich möchte nicht jeden kritischen Gedanken, den ich während eines Vortrags habe, dem Vortragenden „Auge in Auge“ mitteilen. Ich möchte diesen Gedanken vielleicht zunächst mit dem Auditorium kurz „abchecken“, ob ich der einzige bin, der so denkt. Wenn zwei, drei ähnlich twittern, dann kann ja einer von uns am Ende „aufstehen“ und diese Meinung kund tun. Vielleicht werde ich aber auch von anderen Positionen überzeugt. Das praktische daran ist, dass zu einem Zeitpunkt nicht eine einzige Meinung diskutiert wird, sondern parallel ganz viele Gedankenimpulse ausgetauscht werden, von denen einige vielleicht derart emergieren, dass sie in der Abschlussdiskussion erwähnt werden können. In Twitter können sich so diskussionswürdige von weniger diskussionswürdigen Gedanken trennen und so mit einer gewissen „Vorbewertung“ und „Vorbereitung“ in die Realdiskussion eingehen. Im übrigen sind die meisten ohnehin mit ihren Realnamen in Twitter bzw. identifizierbar, sodass sich niemand in Twitter mit seiner Meinung „versteckt“. Im Gegenteil: Er tut sie öffentlich kund. Und wenn es im Raum noch eine Twitterwall gibt, kann dies auch dem Vortragenden gezeigt werden, und beide können dies „Auge in Auge“ ausdiskutieren (wenn es sich als relevant herausstellt). Also: Klar hat die direkte Kommunikation einen hohen Wert; Twitter hat einen anderen. Ich hätte gerne beides.

    zu 2) Ich verstehe deine Ausführung zu einem „Vortrag als Kunstwerk“ sehr gut. Wenn ich im Theater oder im Kino sitze und einem Kunstwerk folge, twittere ich auch nicht, weil dies die Ästhetik stören würde. Aber ich bin auf einer Konferenz und nicht im Theater. Ich möchte nicht 600 Kilometer weit fahren und mit 200 weiteren Experten, die ebenfalls von mehr oder weniger weit her gekommen sind, stumm in einem Raum sitzen, um einem ausformulierten Gedankenganz zu folgen. Wenn jemand einen Gedankengang Wort für Wort präzise ausformulieren möchte, soll er einen Artikel schreiben und im Vorfeld allen Beteiligten zukommen lassen.

    Du hast den Begriff der Ökonomie in Spiel gebracht. Es ist total unökonomisch, 200 Expertengehirne irgendwo hinzu karren, damit sie sich etwas anhören, was sie genauso gut zu Hause lesen könnten. Was ist der Wert von „Wir im Präsenzraum“? Dass man 200 Gehirne mit einem Audiostream beschallt? Meiner Ansicht nach weit gefehlt. Der wirkliche Wert einer Tagung ist, dass Experten zusammenkommen und in der direkten Interaktion Gedanken austauschen, kreative Ideen entwickeln und ihre persönlichen Beziehungen stärken können. Insbesondere letzteres ist enorm wichtig. Ich kann meine persönlichen Beziehungen zu anderen Experten allerdings schlecht ausbauen, wenn wir alle einem Monolog lauschen. Die Twitternutzung während Vorträgen ist ein Ausbruch aus der verordneten Stummheit: Man sitzt im selben Raum, könnte sich austauschen, „darf“ aber nicht. Also macht mans per Twitter – und das funktioniert wunderbar.

    Twitter regt uns daher an (zumindest gehts mir nach der letzten Tagung so), über das Tagungsformat überhaupt nachzudenken. Ich will mehr gedanklichen Austausch, mehr Interaktion zwischen den Teilnehmern, mehr Gespräche. Für kunstvolle Vorträge möchte ich nicht nach Berlin fahren müssen; bitte stellt sie in Youtube ein.

  7. Ach so: Du hast gefragt „altmodisch?“. Ich denke: Ja. Das Vortragsformat auf Tagungen ist etwas fürs letzte Jahrhundert gewesen. Wir brauchen heutzutage nicht mehr irgendwo hinzufahren, um informiert zu werden. Das können wir auch zu Hause. Ich möchte irgendwo hinfahren, um persönliche Netze zu pflegen und auszubauen.

  8. Worum lässt man nicht einfach den Präsentationen aufzeichnen und diesen per Youtube oder ähnlicher Plattformen vertreiben. Dann braucht man die Zeit für die Vorträge nicht und kann gleich mit der Diskussion einsteigen.

  9. Pingback: Tweets die studiumdigitale » Tagung 2.0: Neue Tagungskultur? Nachdenken über die Nutzung von Web 2.0 auf Tagungen und Konferenzen erwähnt -- Topsy.com

  10. Mir ist auf der E-Learning Konferenz in Berlin aufgefallen, dass einige Vortragende auf ihre Artikel in dem Begleitband zur Konferenz verwiesen haben. Ich hatte meine Unterlagen mit dem Eintreffen vor Ort erhalten und somit keine Zeit der Vorbereitung. Einen Verweis in das Buch, dass dies und jenes dort intensiver ausgeführt ist und man deswegen im Vortrag nur ganz oberflächig darauf eingeht, wird an meiner „Ohrmuschel“ in folgenden Inhalt transformiert: Der Vortragende hat kein wirkliches Interesse (Unsicherheit etc…) sich mit mir auseinanderzusetzen, denn sonst hätte er entweder erstens den Beitrag früher unter den Teilnehmern verteilt oder seine Information ist in diesem Moment unwichtig und bedarf keiner weiteren Aufmerksamkeit seitens des Zuhörers.
    Aus dieser Erfahrung in Berlin habe ich die Frage mitgenommen: „Wie sollten Tagungen, Konferenzen überhaupt heutzutage noch abgehalten werden?“ Sollten sie der reinen Präsentation aktuellster Forschungsergebnisse dienen? Dieses Format würde ich ebenso, wie meine Vor“kommentierer“ 😉 als langweilig erachten. Diskussionen über Twitter empfinde ich hingegen als interessanten und notwendigen Ansatz für Veränderungen. Dennoch bin ich über manche direkte Art von Tweets sehr irritiert. Wohingegen ich jedoch immer wieder von Neuem über sich entwickelnde Dynamiken aus den Tweets überrascht bin (Bspw. die Diskussion um zeitgemäße Konferenzformen ;)). Meine aktuelle Meinung über Twitter auf Konferenzen ist: Wenn zu viele Zuhörer miteinander in einem Raum twittern, dann ist das nur ein Anzeichen dafür, dass die Präsentation den Zuhörer nicht erreicht und er beim nächsten Vortrag seine Präsentationstechnik überdenken sollte. Wann konnte ein Vortragender offensichtlicher erkennen, wie sein Vortrag beim Gegenüber ankommt, als heute? Früher haben die Zuhörer mit offenen Augen geschlafen 😉

    Ich dachte die klassische Unterscheidung in real und virtuell hatten wir spätestens mit dem Schlagwort „Web 2.0“ hinter uns gelassen ;). Beide Wirklichkeiten reichern sich gegenseitig an 😉

  11. Hallo ihr Kunstbanausen :-), hallo Christian,

    also, ich fange mal hinten an, was wollen wir? Gute, interessante Tagungsformate, mit viel Diskussion, inspirierender Inprovisation, sozialen Kontakten, gehaltenvollen Standpunkten, erfahrungsgesättigten Beispielen, visionären und/oder kritischen Vorblicken in die Zukunft. Die bisherigen Tagungsformate erfüllen oft nicht dieses Ziel, man sieht immer noch starre PPT oder Frage-Antwortspiele bei Diskussionsrunden. Ok, das muss sich ändern.

    Uns Augsburgern kann man nicht nachsagen, dass wir einfallslos sind. Experimente gehören zum Alltag, so auch live stream tagging (Tom und Co.) oder auch Streitrunden (Ökonomie & Bildung GMW 2006). Worum es mir geht: die wissenschaftliche Rede (weiter oben habe ich Vortrag gesagt) gegenüber anderen und neueren Formaten zu verteidigen, darauf hinzuweisen, das dieses Format AUCH! (neben vielen anderen) seine Berechtigung hat und zwar in seiner Reinform und nicht verwässert (ihr würdet es angereichert nennen) durch parallelisierendes getwitter. Das setzt voraus, dass es sich bei dieser Rede auch um eine Rede handelt. Was meine ich damit?

    Gehen wir aus dem Kontext der Wissenschaft heraus und schauen uns die Rede v. Weizäcker vom 08. Mai 1985 an. Dies war eine geistreiche, gewichtige, vielbeachtete Rede. Kann man sich hier paralleles twittern im Raum vorstellen? Wäre es wünschenswert oder vorteilhaft gewesen? Im Grunde habe ich den Kunstbegriff für solche Reden herangezogen, also für Reden dieser Gattung. Das ist ein hoher Anspruch. Oft (allzu oft) werden wir auf Tagungung von sog. Keynotes enttäuscht.

    Vielleicht erhitzen der Kunstbergiff oder v. Weizäckers Rede als Beispiel die Köpfe: a) weil das nichts mit der Realität auf e-learning Tagungungen zu tun hat und b) man einfach ganz andere, d.h. interaktivere Formate haben will. Du sagst: „Ich fahre keine 600 km um mir einen Vortrag anzuhören, … ich will nicht akzeptieren, dass ich zum Schweigen verurteilt werde“. Warum nicht? Kannst du nicht einmal 30 min schweigend zuhören, vorausgesetzt jemand hat etwas zu erzählen? Warum gönnst du dir (und dem Redner) diese 30 min nicht, du hast noch 10 Stunden Zeit, um zu diskutieren, zu partizipieren oder zu netzwerken.

    Mir geht es doch gar nicht darum, das jetzige Gesamtformat von Tagungen zu stabiliseren, nicht darum, die Tagung in eine Kunstwerks zu verwandeln, wo alle schweigen müssen. Mir geht es um den Wert eines b e s t i m m t e n Formats – eben den Vortrag/Rede – das aber ein gewisses handwerkliches Können voraussetzt. Ist es zuviel verlangt, wenn ich von bedeutenden Wissenschaftlern (Bedeutung ist relativ) dieses Redehandwerk verlange?

    Du denkst bestimmt, dass wir vom eigentlichen Thema abkommen, du willst doch nur diese tolle Rede mit Zusatznutzen durch twittern versehen, z.B. als Koordinationsinstrument für die vielen unausgesprochenen Gedanken im Raum, als Partizipationsinstrument Dritter, die nicht an der Tagung teilnehmen können usw. Wahrscheinlich gehen wir nur in diesem einen Punkt auseinander: ich möchte A u t o n o m i e für den Redner (hier kommen Begriffe wie Respekt, Konzentration auf die Sache, Zuhören können, ästhetischer Genuss zum tragen). Du sagst, es geht auch MIT twitter und führst die ganze range der Mehrwerte an, die sich durch eine Öffnung des Vortrags ergeben.

    Am Ende wird der Redner den Takt angeben, denn er/sie ist der Kern-Produzent. Wird der Redner es als angenehm und für seine Funktion als förderlich erleben wird er twitter dulden, wenn der Vortrag zum intensiven Mitdenken einläd oder wenn der Redner darum bittet durch Tippen nicht zu stören, dann wird man dem wohl folgen.

    Anders als du fahre ich 600 km um eine gute Rede zu hören – auch, nicht nur, logo. Eine gute Rede, auf die ich mich voll einlasse tut mir gut, sie fokussiert mich, eine Art inspirierender Entschleunigung, dass nachvollziehen der Argumente hilft mir eigene Ordnung(en) in einem Thema zu finden. Zuletzt hatte ich „das“ auf der GMW in Hamburg, Rede Schulmeister und Rede Bolz, um auch mal Beispiele aus dem Dieseits zu nennen.

    Ihr könnt und sollt ja alle twittern (in workshops und sessions sowieso, klar das hatte ich oben schon als Bereicherung bezeichnet!! Stichwort „Sofa+Bremer Runde“), ich werde es (vorerst) nicht tun, bei guten Reden jedenfalls. Wenn einer neben mir im Vortragsraum den Laptop aufklappt und loslegt, haben wir ein Problem. Wir machen das dann wie bei den Rauchern: gelbe Markierungen, Schutzwände, da darf man twittern ;-).

  12. Hallo zusammen,

    ich finde diese Diskussion sehr spannend. Ich versuche mal ein paar wichtige Thesen zu sammeln:

    * wer twittert kann dies gerne machen, aber eine Twitter-Wall kann sich auch jeder auf seinem Laptop installieren, man braucht die nicht öffentlich
    * man sollte nur das twittern, was man auch öffentlich sagen würde
    * das klassische Konferenzformat schöpft das kreative Potenzial der Teilnehmer nicht voll aus
    * die Beweggründe zu einer Tagung zu fahren sind sehr individuell
    * inhaltlicher Gedankenaustausch vor der Tagung ist eine wichtige Sache, um schneller in die fachliche Tiefe zu kommen. Dies viel mir rein auf Basis der Abstracts schwer.

    Ein rein sachlicher Vermerk: Am Anfang der Podiumsdiskussion war die Twitter-Wall halb verdeckt und wurde dann von Herrn Apostolopoulos bewusst ins Bild gerückt. Die Tweets auf der linken Seite des obigen Screenshots stammen nicht von der Podiumsdiskussion (zumindest meiner nicht).

  13. Pingback: Einsatz von Twitter in traditionellen Formaten « gophi’s Versuch einer Methexis

  14. Hi zusammen,

    @Frank Ich gebe dir ja insofern Recht, dass eine gut gehaltetene Rede Kunst ist und ihren Wert hat. Ich hab bislang leider auf einer Tagung noch keine gehört. Daher: Wenn jemand diese Kunst beherrscht und eine solche Rede hält, finde ich das auch toll. Gerne darf man auf einer interaktiven twitterintegrierenden Tagung auch mal eins, zwei solcher Reden hören (z.B. als Keynotes). Aber bitte nicht mehr. Und dann bitte auch WIRKLICH Kunst.

    @Fabian Ja – leider ist dann nur der Mauszeiger auf das Twitterwidget gerutscht, sodass die Anzeige nicht aktualisiert wurde. War wirklich Pech. 🙁

  15. Hallo an alle Kunstliebhaber und -banausen

    Ich bin erst jetzt auf diese Diskussion aufmerksam (gemacht) worden 😉 … dicht, dicht. Und mit meinem Studienhintergrund kann ich mich ja eigentlich nur hinter die Kunstliebhaber stellen 😉 aber im Ernst.

    Ich möchte hier auch ein Plädoyer für den wissenschaftlichen Vortrag halten und dieses mal aus unterschiedlichen Blickwinkeln versuchen:

    1. Inhalt und Denkleistung: bei einem guten Vortrag ist es meines Erachtens nach nicht möglich, zeitgleich zu twittern (oder Mails zu lesen oder ähnlihces), da man sich voll und ganz auf die Argumentation des Vortragenden einlassen bzw. diese verfolgen muss. Hier stimme ich Frank uneingeschränkt zu. Mir ist dies auf dem DGWF Vortrag nochmals bewusst geworden: es gab dort kein Internet zum Twittern. Und: ich habe es in den „guten“ Vorträgen nicht vermisst, hab gar keinen Gedanken an so etwas verschwenden können, die waren alle auf die Referentin fokussiert (und habe die „Entschleunigung“ und das Fokussieren durchaus sehr genossen*). Vermisste habe ich es eher in den Vorträgen, die nicht so „prickelnd“ waren. Und hier bin ich beim zweiten Argument:

    2. Qualität und Können: Einen guten Vortrag zu halten, der die Menschen zum Mitdenken anregt, ist schwer. Ich würde mal sagen, den meisten Menschen gelingt dies nicht immer (und schon gar nicht auf Anhieb). Hier liegt meines Erachtens nach die Krux: Was möchte man eigentlich mit einem Vortrag? Gerade bei der GMW fiel mir auf, dass die Vorträge eine sehr unterschiedliche Qualität hatten: von der Vorstellung eines Praxisbeispieles bis hin zu Zukunftsvisionen war alles dabei. Die Frage, die sich aber alle stellen sollten ist: was ist ein guter Vortrag? Muss er zwangsläufig immer etwas „neues“ enthalten (wie es oft auf der GMW gefordert wird)? Muss er mich zum Mitdenken anregen? Muss er Widerspruch erzeugen? Ich denke, hier hat jeder unterschiedliche Anforderungen, aber ein gewisses Mass an „Gefangennehmen“ ist das, was gute Vorträge auszeichnen. Und dies sollte immer Ziel sein, wenn man wiss. Vorträge hält.

    3. Aura und soziale Präsenz: Und noch ein Wort zur Idee, Vorträge aufzuzeichnen und sich nur zur Diskussion zu treffen (oder nur zu twittern): Für mich ist dies keine Option. Es erinnert mich an die Diskussion aus der Kunstgeschichte mit der Frage, was durch die Fotographie mit dem Kunstwerk geschieht – bzw. ob es reicht, sich Kunstwerke nur auf einer digitalen Reproduktion zu betrachten. Und ich finde hier immer wieder Walter Benjamin relevant, der vom „Verlust der Aura“ in dieser Debatte spricht. Kunstwerke sind mehr, als sie digital reproduziert werden können. Und so ist es meines Erachtens nach auch mit dem wiss. Vortrag: er ist mehr, als er aufgezeichnet werden kann. Und von daher plädiere ich nicht dafür, Vorträge vorher aufzuzeichnen, sondern mehr Arbeit in die Struktur und den Aufbau von Vorträgen zu legen. Fangen Vortragende an mit den Worten „Bis gestern abend wusste ich noch nicht, was ich sagen will …“ (Zufälligkeiten mit Erfahrungen an der GMW sind natürlich rein zufällig), dann spricht es a) zum einen für einen eher schlechten Vortrag, und b) dafür, dass man als Mitdenker wohl nicht gefragt ist. So bin ich wie Frank der Meinung, dass die soziale Präsenz wichtig(er) ist. Richtet man seinen Protest in Form von Twitter-Nachrichten nur an eine virtuelle Welt, wird auch für den Referenten die Chance zur Veränderung verbaut (ganz abgesehen von dem (Ver)urteilen, das mit Twitter einfach wird und in einen anderen Raum getragen wird). Doch gerade die Verbindung zwischen virtueller und sozialer Welt finde ich wichtig, doch schwierig: Denn wie ich schon im Blog geschrieben habe: ich bin nicht sicher, wie weit die Referenten die Twitter-Nachrichten aufnehmen. Von daher würde ich aber nicht für eine Spaltung und Lagerbildung plädieren (auf der einen Seite die Präsenzvortragenden, auf der anderen Seite die Twitterer), sondern für eine Integration: Warum nicht die Twitternachrichten (von denen, die mitdenken und twittern besser koordinieren können 😉 ) danach auch in der Präsenz aufnehmen und zusammen diskutieren? So kann man das Publikum auf eine ganz andere Art und Weise integriert werden. Ich schliesse mich Gabi (http://2headz.ch/blog/2009/09/dgwf-ein-blick-zurueck/#comment-745) an: Wir müssen vor allem verhindern, uns wieder gegenseitig in „Lager“ zu verschanzen.

    Soweit einmal meine losen Gedanken zum Thema

    Liebe Grüsse an alle Diskutanten
    Mandy

    ______________

    * es hat fast etwas von Zen-Meditation, sich ganz auf den Referenten und seine Thesen einzulassen 😉

  16. Nachtrag:
    Meine These: durch die allgegenwärtige Verfügbarkeit von (virtuellen) Kommunikationskanälen und damit der (schnellen) Verfügbarkeit von Informationen verlernen wir vielleicht auch die Fähigkeit, uns eine Stunde auf die Argumentation einer Person einzulassen

  17. Puh! Dann sehe ich am Ende? dieses Kommentarschlauchs doch Licht, hallo Mandy ;-). Wir sind uns also im Ziel einig? 3% Zeit für eine Rede, 97% für andere (twitterbegleitende) Formate? Nun, jetzt haben wir die Rede auf einen so hohen Sockel gehoben, da wird sich keiner mehr trauen auf die Bühne zu gehen. Keynote ohne Redner. Also zwei Schritte zurück: WIE „erdet“ man (Rede)Kunst? Wie kultiviert man Sie im wissenschaftlichen Raum? Das ist sicherlich nicht nur eine Sache des (Rede)Künstlers, sondern auch des Publikums. Wir müssen also die Könner beklatschen, aber ebenso die Mutigen (Novizen, den wissenschaftliche Nachwuchs) die es ernsthaft vesuchen, unterstützen. Sie brauchen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Ha! Ist am Ende dieser Diskussion gar ein eigenes Tagungs-Format „Wissenschaftliche Rede“ (für den Nachwuchs) denkbar?

  18. *Applaus, Applaus* – genau, das finde ich eine gute Idee.

    Wir machen uns ja tagtäglich im Rahmen der Hochschuldidaktik Gedanken, wie man (unter anderem) gute Lehre (und dazu gehören auch gute Vorträge) macht.

    Ich denke, zum einen brauchen wir solche Formate für wiss. Nachwuchs (neben einer guten Betreuung durch Mentoren, Profs und ähnliches)

    Zum anderen brauchen wir aber auch unterschiedliche Sessions, die der Unterschiedlichkeit der Vortragsformen Rechnung tragen. So sind die Erwartungen der Teilnehmenden schon im Vorfeld fokussiert

    Ganz dringend brauchen wir aber (gerade auf der GMW) eine Diskussionskultur! Und zwar eine, in denen Referenten und Publikum gegenseitig wertgeschätzt werden und es um den Austausch von Argumenten geht.
    Bsp.: an der DGWF Tagung ist die Diskussion wirklich in (und nicht nur zwischen) den Sessions zustande gekommen. Warum? Vielleicht auch, weil dort keiner online war 😉 .. aber vor allem, da Diskussion schon im Vortragsformat mitgedacht war (1 Folie mit zwei Fragen ans Publikum waren Pflicht, weiterhin eine strenge Moderation) und Vortragende und Publikum sich von Anfang an auf ein Miteinander eingelassen haben.

    Und: einig sind wir uns bezüglich der Zahlen nicht, es sei denn, du drehst sie um: 97% Vortrag, und 3% Begleitung treffen es meiner Ansicht nach besser. Hauptaugenmerk ist der Referent, und die anschliessende Diskussion – auch bei Tagungen in Web 2.0 Zeiten.

  19. Sehr schön – da stecken jetzt in der Diskussion nicht nur gute Gedanken, sondern schon konkrete Vorschläge drin. Kein Mensch kann sich aufmerksam neun oder zehn Vorträge am Tag anhören – also brauchen wir auch nicht so viele Vorträge auf Tagungen. Zwei am Tag dagegen, wenn sie wie nun schon ausführlich beschrieben, gut gemacht sind, höre ich mir dagegen gern an. Die dürfen dann auch mal 45 min dauern. Projektpräsentationen sind was ganz anderes: Da reichen meist 10 bis 15 min – und das ist dann keine Rede. Auch toll, aber danach will ich Fragen stellen dürfen und ins Gespräch kommen. Digitale Materialien VOR und WAEHREND einer Tagung: Wunderbar, das gibt mir die Chance, den Input selbst nach meinen Vorlieben zu rezipieren und dann mit den „präsenten Personen“ (später auch virtuell) diskutieren zu können. Vielfalt – hört sich einfcah an, ist aber offenbar schwer hinzubekommen. Ich werde die Diskussion auf jeden Fall gerne im GMW-Vorstand vertreten. Aber Warnung: Eingeschlifene Routinen bei Organisatoren, aber auch auch bei Einereichern von Beiträgen sind nicht eben leicht und vor allem nicht schell zu ändern 🙂 Aber kleine Svhritte kann man bestimmt gehen.
    Gabi

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  22. Vielen Dank für die spannende Diskussion, die ich jetzt etwas zeitversetzt auch endlich gelesen habe…

    Wir wäre es denn mit einem Workshop auf der Pre-Conference der GMW 2010 zum Thema „Wissenschaftliche Rede (für den Nachwuchs und die die es lernen möchten ;-))“? Fühlt sich jemand berufen dazu?

    Und dann hätte ich noch eine ganz praktische Frage: Wie kann man denn als Programmplaner im Vorfeld erkennen, ob ein Vortrag gut sein wird?

    Namen helfen, aber auch nicht alle guten Redner halten immer gute Reden, außerdem will frau/man ja auch neue Gesichter.
    Die Qualität der Papers ist auch nicht immer valides Indiz für einen guten Vortrag.
    Vorgespräche mit den Rednern? Können helfen, sind aber sehr zeitaufwendig.
    Ein spannendes, innovatives Thema? Manchmal.
    Vielleicht könnte man ja an dem Reviewing Prozess ansetzen und den etwas mehr strukturieren und erweitern?

    Andere Vorschläge und Erfahrungen?

    Kann ein schlechter Vortrag auch eine steile Diskussionsvorlage sein? Aktiviert dieser Vortrag eventuell andere Leute als ein guter Vortrag zur Diskussion (vielleicht im Twitter;-))?

    Veronika

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