Infoveranstaltung zum Kulturcampus Bockenheim

Das Stille Post-Spiel handelt von der Veränderung des Kommunizierten: Eine ursprüngliche Information (Wort, Satz, etc.) wird von einem Sender an einen Empfänger weitergeleitet. Dieser muss das Gehörte/Verstandene als „wahr“ annehmen und es wiederum als Sender weiterleiten.

Nimmt man einen komplexeren, längeren Inhalt für das Spiel – z. B. eine Geschichte -, dann kommt das Gedächtnis und die ökonomische Informationsauswahl des Sprechens/Erzählens ins Spiel: die Empfänger werden den Inhalt des Kommunizierten ungewollt zusammenfassen und abkürzen.

Geht man aber einen Schritt weiter und gestaltet den Inhalt komplexer, das heisst, er wird mit Namen, Daten, Fakten angereichert, ändert sich die „ursprüngliche“ Information bei jeder neuen Weitergabe. Auch die Vertraulichkeit der Quellen/Sender wird beeinträchtigt: das Zögern, das Ich-habe-es-so-verstanden wird zu einem der Bestandteile der Vermittlung.

Die Zukunft des Campus Bockenheim scheint heutzutage von einer bestimmten Ungewissheit untrennbar zu sein. Verschiedene Stimmen, Pläne und Interessen tauchen in den Medien und in öffentlichen Reden auf und erschweren einen Überblick über die Situation: wo, wann, wie und für wen wird was gebaut? Wie „gefährlich“ kann die Weiterleitung sein, von dem, was man weiß, was man liest, was man gehört hat? Was passiert, wenn man sich von den Informationsquellen distanziert? Inwiefern betrifft diese Distanzierung die Frankfurter und ihre Mitwirkung in den Affären der Stadt?

 

Infoveranstaltung zum Kulturcampus Bockenheim

Probebühne TFM, Frankfurt

Im Rahmen des Seminars „Klang als akustische Bühne – SoundTRACKS zum Campus Bockenheim“ von Katharina Kellermann

Mit Ann Cathrin Agethen, Benjamin Große, Nataliya Menk und Isabel Spigarelli

Konzept: Carolin Heymann und Carmen Salinas

18. 07. 2014

 

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