Dia wie Diaphan

Hans Jantzen
„Vor allem aber Jantzens ‚Kunst der Gotik‘ aus dem Jahr 1957! Mit diesem Buch verbreitete er seinen Begriff der diaphanen Struktur des gotischen Kirchenraums, den er bereits 1927 in einem Vortrag „Über den gotischen Kirchenraum“ geprägt hatte. Er begriff damit das Verhältnis der durchbrochenen Schiffswand zu den dahinterliegenden Seitenschiffen „als ein Verhältnis zwischen Körper und Grund“: ,,Die Wand als Begrenzung des ganzen Langhauskörpers ist nicht ohne den Raumgrund auffaßbar und erhält durch ihn seinen Wirkungswert. Der Raumgrund zeigt sich als optische Zone, die der Wand gleichsam hinterlegt ist.“ Jantzen bot damit eine neue Interpretation der gotischen Baukunst an.“ [KGI 2002]
→Hans Jantzen

…wie Diamant
Auch in das Bildwörterbuch der Architektur (Koepf/Binding) fand Jantzens Begriff der „diaphanen Struktur“ Eingang. In unmittelbarer Nachbarschaft des Abschnitts findet sich außerdem der Eintrag zum „Diamantquader“, ein Element der Fassadengestaltung, das durch eine Zeichnung illustriert wird. Als Beispiel wird der Palazzo dei Diamanti in Ferrara angeführt. Im Bestand der Diasammlung hat sich eine Ansicht des Palazzos erhalten.
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