Jetzt bewerben für den „d-elina“ 2016: Bitkom prämiert zukunftsweisende E-Learning Anwendungen

Mit dem Deutschen E-Learning Innovations- und Nachwuchs-Award (d-elina) soll jungen Menschen, die zukunftsweisende E-Learning Ideen wie auch Anwendungen entwickeln, Sichtbarkeit verliehen und ihre Leistung gewürdigt werden.

Akteurinnen und Akteure, die kreative und innovative E-Learning-Anwendungen entwickeln, haben die Möglichkeit sich mit zukunftsweisenden Konzepten für den Deutschen E-Learning Innovations- und Nachwuchs-Award „d-elina“ 2016 zu bewerben. Der Preis wir in vier Kategorien verliehen: Campus, Professional, Start-up und School.

Es können junge und Innovative Konzepte und Produkte eingereicht werden, die erste „Praxistests“ erfolgreich bestanden haben bzw. die kurz vor der Erprobung der „Marktreife“ stehen.

Die Ausschreibung für den „d-elina“ 2016 läuft noch bis zum 30. September 2015 in den Kategorien Campus, Professional und Start-up. Für die Kategorie School läuft die Bewerbungsfrist bis zum 31. Oktober 2015.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.bitkom.org/Themen/Standort-Deutschland/Bildung-Arbeit/d-elina.html

Bekanntgabe der geförderten Projekte aus dem eLearning-Förderfonds 2015 für Lehrende (eLF) und Studierende (SeLF)

SeLF wurde 2015 zum 6. Mal an der Goethe-Uni ausgeschrieben und im Rahmen der Jubiläumsfeier „10 Jahre megadigitale/studiumdigitale“ wurden am 22.06.2015 die geförderten Projekte bekanntgegeben. 32 Projekte hatten einen Antrag auf Förderung eingereicht und von diesen Einreichungen waren insgesamt 12 studentische Projektanträge dabei. Nach einem standardisierten Auswahl- und Begutachtungsverfahren wurde 9 eLF-Projekten und 4 SeLF-Projekten eine Förderung zugesagt.

Die vier geförderten studentischen Projekte sind:
• „RiedbergTV“ (FB 11/12/13/14),
• „Mathlab“ (FB 12),
• „Digitale Stadtexkursionen für Studierende (DISS)“ (FB 11),
• „Goethe App“ (FB 02, 12, 13).

Wir gratulieren den geförderten Projekten ganz herzlich und wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung. Und denjenigen Antragstellerinnen und Antragstellern, bei denen es diesmal leider nicht geklappt hat, möchten wir an der Stelle ganz herzlich danken und wir drücken weiterhin die Daumen, dass es in Zukunft mit einer Förderung der Projektideen klappt.

 

Ausschreibung eLearning-Förderung für Studierende – SeLF 2015 – gestartet

eLearning-Förderung 2015

Auch 2015 schreibt die Goethe-Universität aus den Mitteln zur Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen und der Lehre (QSL) Fördermittel in der Höhe von insgesamt Euro 120.000 für die Entwicklung innovativer eLearning-Projekte aus, die der Qualitätssicherung und -verbesserung der Lehre und Studienbedingungen dienen und neue Szenarien des Medieneinsatzes erproben. Für die Förderung können Projekte   von Studierenden (SeLF) sowie von Lehrenden (eLF) der Goethe-Universität Frankfurt eingereicht werden.
Abgabeschluss für die Förderanträge ist der 30.04.2015.
Alle Einreichungen werden vor Bewilligung in einem qualitätssichernden Auswahlprozess begutachtet.

Die Ausschreibung erfolgt zeitgleich mit dem Förderfonds Lehre, der nicht an eLearning gebunden ist.

Zur Ausschreibung

SeLF-Zwischentreffen 2015 – Stand der Dinge, offene Fragen, nächste Schritte

SeLF Zweischentreffen 2015

 

Am 11.03.2015 fand das SeLF-Zwischentreffen der Förderrunde 2014/15 in den Räumlichkeiten von studiumdigitale, am Campus Bockenheim, in der Robert-Mayer-Str. 6-8, statt.

Die Veranstaltung hatte das Ziel, den Austausch über den aktuellen Stand der Projekte zu ermöglichen und diesen zu evaluieren, organisatorische Fragen zu klären sowie einen Ausblick auf die Nachhaltigkeit der Projekte und deren Zukunft zu geben.

Alle sechs Projekte (Watch&Write, Lophia, PRIMA, LernApps, Zweites Auge, Goethe-App) wurden von mindestens einem Projektmitglied vertreten. Eine Übersicht der aktuell geförderten SeLF 2014/2015 finden sie hier.

 

fraMediale-Preis 2015 – Digitales Lernen: Reality, Science & Fiction – Ideen einreichen bis zum 29.03.2015

Kreative Köpfe aufgepasst! Noch bis zum 29.03.2015 können Lehrende und Lernende für den  fraMediale-Preis 2015 ihre Erfahrungen, Best-Practice-Beispiele und zukunftsweisende Ideen zum Einsatz digitaler Medien in Bildungskontexten einreichen. Der öffentliche Wettbewerb richtet sich an Schulen, Hochschulen, öffentliche Bildungseinrichtungen sowie bildungsnahe Initiativen. Die Preisverleihung findet am den Mittwoch, 16. September 2015 im Rahmen der fraMediale, der Frankfurter Medienmesse und Fachtagung an der Frankfurt University of Applied Sciences, statt.

Informationen und Wettbewerbseinreichung:
http://framediale.de/wettbewerb

SeLF-Projekte nach ihrer Lebensphase? Wir räumen auf!

Das PhysikOnline-Vintage-Programm

Das PhysikOnline-Vintage-Programm, zum freien Download zum Erleben vergangener Projekte auf dem eigenen Computer. Details unter PhysikOnline Vintage erleben.

Hilfe zur Selbsthilfe gibt es mit PhysikOnline, dem studentischen eLearning-Projekt der Physiker. Wir haben Kontakt zum Hochschulrechenzentrum und anderen Uni-Organen aufgenommen, um verwaiste oder offline genommene studentische eLearning-Projekte zu restaurieren, wobei wir darunter verstehen, dass die Inhalte aus dem digitalen Nirvana entnommen werden und möglicherweise von Folgeprojekten übernommen werden können.

Diese Projekte haben wir derzeit auf einer eigens dafür eingerichteten Maschine am laufen und geben ihnen den liebevollen Namen PhysikOnline Vintage. Wir wollen mit den damaligen Projektbetreibern und Interessenten, etwa einer möglichen studentischen Nachfolgegeneration Kontakt aufnehmen und über den Verbleib der mühevoll erstellten Inhalte (alleine BioKemika: Über 6GB Material in über 500 Bildern und PDFs, von den vielen Texten ganz zu schweigen) diskutieren. Möglicherweise ergibt sich so, dass Fachschaften Inhalte übernehmen (Prinzip „Ausschlachten“) oder eine neue Generation sich der Website wieder annimmt.

Neben BioKemika ist ein weiteres gerettetes Projekt die PhysikWiki, eine zwischen 2007 und 2009 entstandene Wiki von engagierten Physikstudenten (Christian Stuck und Marius Schmidt unter Hilfe von Professor Stöcker), die Texte zu Lehrveranstaltungen und Praktika beinhaltet und damit als gedanklicher Vorfahre der BioKemika gelten kann. Hier wollen wir schauen, ob wir noch Material verwerten können.

Insgesamt wollen wir mit studentischen Akteuren am Riedberg nach einer synergetischen Lösung für ein Videoportal bzw. Videoprojekte, die zB Professoren interviewen (wie etwa die Podcast-Wiki Physik mit ihren Kurzinterviews aller Physik-Professoren), suchen. Am Fachbereich 13 werden wir mit dem großaufgestellten und durch das Dekanat mit Hiwimitteln unterstützten PodcastWiki-Projekt dabei die Schirmherrschaft übernehmen (oder besser „anbieten“).

die digitale bühne – ein Überblick

Die „digitale bühne“ präsentiert mit diesem Video einen Überblick ihrer Arbeit im Jahr 2014. Die Plattform ist stetig gewachsen und bleibt offen für neue Ideen und Beiträge. Wir danken für die Unterstützung zum Projektstart und freuen uns auf künftige Weiterentwicklungen.

 

Datenschutz an der Uni Frankfurt: Glücklich ohne Cloud aus Amerika?

Mit den Clouddiensten kommt auch die NSA.

Vor einigen Wochen ist eine Eruption aus dem Präsidium und an einigen Instituten vor sich gegangen, die sich in Rundmails geäußert hat, die kurz zusammengefasst den Gebrauch vieler verbreiteter Software zu vermeiden empfiehlt oder gar verbietet. Bei dieser Software handelt es sich um sehr beliebte, verbreitete, kostenlose qualitativ hochwertige Programme und Webseiten wie das Videotelefonie-Programm Skype, die Dateispeichersoftware Dropbox oder um soziale Netzwerke wie Facebook. Nur noch Microsoft Word oder Powerpoint sind wohl Programme, die man bei Mitarbeitern und Studenten der Goethe-Universität noch häufiger auf dem Bildschirm sieht.

Aufgeschreckte Rundschreiben

Was ist passiert? Zunächst möchte ich auf ein Rundschreiben des Vizepräsidenten Professor Schleiff eingehen, zur Nutzung der IP-Telefonie-Software „Skype“ an der Goethe-Universität. In diesem wird dringend empfohlen, auf die Nutzung von Skype zukünftig zu verzichten. Dies geschieht nicht ohne Nennung triftiger Gründe, etwa der Abgabe aller Rechte von Bild und gesprochenem Wort an die Betreiberfirma Microsoft, der unzureichenden Verschlüsselung und Problematik der Leitung über US-amerikanische Netzwerke. Als Alternative wird das eine Software empfohlen, die vom Hochschulrechenzentrum auf eigenen, hausinternen Servern betrieben wird und die auf den hübschen Namen Vidyo hört. Support für diese Software wird durch die HRZ-Medientechnik gestellt.

Wenige Tage später kam ein Rundschreiben in meinem Institut mit dem Titel Bitte achten Sie auf Ihre Kommunikationsinhalte in sozialen Medien, in dem darauf hingewiesen wurde, dass der Datenschutz bei der Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook, XING, und Co., aber auch Diensten wie Skype, Whatsapp, nicht näher geprüfter Cloudanbieter sowie privater E-Mail-Anbieter bedenklich sei und es nicht gestattet sei, dort Daten zu speichern, die sich auf natürliche Personen beziehen, wie etwa Listen von Teilnehmenden an einem Seminar oder Berichte, in welchen Namen oder andere Angaben zu Kolleginen und Kollegen zu finden sind. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass auch hier die auf solchen Plattformen gespeicherten Informationen als Eigentum der Betreiber anzusehen seien. Das Speichern von Informationen auf solchen Plattformen käme somit einer Veröffentlichung gleich. Zuguterletzt wird darauf hingewiesen, dass eine Widerhandlung einen Verstoß gegen arbeitsvertragliche Vertrauenspflichten darstellen würde.

Weitreichender als der NSA-Skandal

Mit diesen Rundmails bezogen Präsidium und Institut klare Positionen wie niemals zuvor seit Aufkommen von digitaler Datenverarbeitung im universitären Umfeld. Die Restriktionen kann man in meinen Augen nicht bloß als das um zwei Jahre verzögerte Echo auf den NSA-Überwachungsskandal sehen, sondern als Grundsatzposition bezüglich kommerzieller Gratis-Software, die sich durch den Verkauf personenbezogener Daten finanziert. So fällt es auf, dass erstmals private E-Mail-Anbieter wie GMX oder Web.de auf eine Ebene mit „Datenkraken“ wie Google und Facebook gestellt werden. Dies kann nur als Schockwellen der gesellschaftlichen Aufklärung in einem Post-Snowden-Zeitalter gesehen werden, in dem es in das öffentliche Bewusstsein rückt, dass Softwareentwicklung („gratis Apps“) und -Bereitstellung („gratis Cloud“) Geld kostet, was an unsichtbarer Stelle eingenommen wird, und zwar beim Verkauf von Verbraucherinformationen.

Es ist gut und wichtig, dass das Bewusstsein für derartige Software nun auch im universitären Umfeld verstärkt wird. Mit den aus einem Arbeitsverhältnis erwachsenden Pflichten lassen sich leicht Verbote aussprechen, die im privaten Umfeld nur Ermahnungen wären: „Diese Software ist bei uns nicht (mehr) gestattet“ ist die unmissverständliche Botschaft. Es ist gut, dass hierbei an die Vernunft der Benutzer appeliert wird und nicht versucht wird, die Benutzung derartiger Dienste und Webseiten durch Filter- und Blockadeprogramme zu erwirken, die technisch der Einführung eines Zensurinstrumentes gleichkämen. An einer Universität hätte eine solche fatale Folgen. Wünschenswert wäre, Nutzer auf Alternativen hinzuweisen. Eine mittlerweile bewährte Übersicht liefert etwa die Website prism-break.org mit dem Slogan Hilf mit, die Massenüberwachung ganzer Bevölkerungen unwirtschaftlich zu machen!.

Der Ruf der Nutzer nach Cloud

Exemplarische Facebook-Diskussion, alle persönlichen Informationen ausgegraut

Aktuelle Facebook-Diskussion über Microsoft Office

Tatsächlich stehen Unversitäten aber auch in einer Verantwortung, die ihnen vor allem in Deutschland historisch als Keimzelle des Internets erwachsen: Dem Anbieten von Alternativen. Keine anderen Firmen dieser Größe betreiben in diesem Umfang eigene Netze und Server in eigenen Räumlichkeiten. Wenn irgendwo der Grundstein für ein Post-Snowden-Internet gelegt werden soll, dann muss das in Universitäten geschehen. Diesbezüglich gibt es einige Leuchttürme in Deutschland: So startete die TU Berlin vor zwei Jahren die größte OwnCloud-Installation der Welt. Der Name ist hier Programm: Die Open-Source-Software ownCloud soll das Speichern von Dateien, Kalendern, E-Mails, Addressbüchern, Lesezeichen uvm. auf eigenen Servern ermöglichen und ist derzeit der Platzhirsch unter den Alternativen zu Dropbox und Google. Dies ist ein möglicher Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, der bedingungslosen Abhängigkeit von Apple, Google und Microsoft. Die technischen Kapazitäten dafür sind wie bereits erwähnt quasi vorhanden, die Installation und Wartung solcher Software erfordert allerdings einen Einsatz von Mitarbeitern, die es noch nicht gibt. Als prekärer Gegenpol sei die chronische Unterbesetzung des Hochschulrechenzentrums der Goethe-Universität genannt, mit der eine ownCloud-Installation für die Goethe-Universität kaum zu machen ist.

Eine andere Baustelle, auf der Universitäten die richtigen Akteure sind, ist die Entwicklung neuer Cloud-Software. Hier geht es darum, nicht mehr der amerikanischen Fertigsoftware hinterzuhechten, die in einem atemberaubenden Tempo erstellt wird, sondern Bedürfnisse von Studenten und Mitarbeitern zu erkennen und selbst Lösungen zu erstellen. Die IT-Welt ändert sich ständig und das Aufkommen von Mobilgeräten hat den Softwaremarkt zweifelsohne umgekrempelt. Doch mit Studenten und Mitarbeitern steht an der Universität ein kaum erschöpflicher Pool an Ideen, Interessen und Wünschen zur Verfügung, die nur darauf warten erhört statt ignoriert zu werden.

Ein aktuelle Beispiel ist eine wenige Tage alte Diskussion auf Facebook in der etwa 5.000 Mitglieder stammenden Gruppe Goethe-Universität Frankfurt. Der Autor des Posts ruft dazu auf, dass Microsoft Office an der Goethe-Universität für Studenten gratis angeboten werden soll. Er erhält in kürzester Zeit über 90 „Likes“ und es entsteht eine lebhafte Diskussion mit mehr als 70 Kommentaren. Diese Kommentare polarisieren: In vielen Fachbereichen ist die Office-Suite von Microsoft ein Defakto-Standard, im Lehrbetrieb wird sogar das Einhändigen von Dateien im Microsoft Office-Format erwartet. Für alle Beteiligten bedeutet das, dass sie regelrecht dazu gezwungen werden, sich alle paar Jahre die neuste Version der teuren Office-Suite zu kaufen (ab 100-200€) oder sie als Abonnement in der Cloud zu verwenden (10€/Monat). Gerade in den Naturwissenschaften hingegen herrscht bereits seit vielen Jahren als Standard das offene Textsatzsystem LaTeX, mit dem der Formelsatz bequemer und hochwertiger vonstatten geht.

Diese Diskussion ist geradezu zynisch vor dem Hintegrund der Restriktionen bezüglich kommerzieller Cloud-Software, die wie eingangs erwähnt derzeit erstmals von offizieller Seite ausgesprochen wird. In dem Moment, in dem Cloudsoftware von den Nutzern gewünscht und seitens der Universität verboten wird, läuft alles schief. Es wird dann die Software supportet und finanziert, die von den Anwendern nicht gewünscht oder akzeptiert ist, und letztere verwenden ihre Software im Zweifelsfall von dubiosen Quellen bezogen oder — wenn dann doch irgendwann die Sperren kommen — über dubiose Umwege. Dieses Spiel gegen den Benutzer gewinnen am Ende nur die amerikanischen Konzerne, die mit ihren attraktiven Angeboten konkurrenzfähig sind. Die Ironie ist, dass dann noch mehr Datenverkehr direkt über das Ausland geht und noch weniger Kontrolle in der Universität bleibt.

Ausweg: Mehr Demokratie wagen

Cloud-Software made in Frankfurt: Natürlich auch im Smartphone.

Cloud-Software made in Frankfurt: Natürlich auch im Smartphone. Hier: POKAL

Dieser Blogpost steht auf dem Blog des SeLF-Projektes zur Förderung studentischer eLearning-Initiativen an der Goethe-Universität. Das ist nicht ohne Grund: Ich sehe eLearning als einen Motor, um Lösungen für das große Cloud-Dilemma zu liefern. Denn eLearning ist viel mehr als „Lernen+Computer“. Obige Facebook-Diskussion, auf welche Weise Hausarbeiten zukünftig geschrieben und abgegeben werden sollen, ist ein zentrales Standbein vieler Learning-Managament-Systeme (LMS, wie OLAT, Moodle oder ILIAS). Am Fachbereich Physik haben wir die vergangenen zwei Jahre mithilfe der Finanzierung durch SeLF, also letztlich QSL-Mittel, die Online-Plattform POKAL entwickelt, die u.a. exakt dieses Problem des Schreibens und Abgebens von Texten durch Studenten der Naturwissenschaften lösen soll. Integrieren werden wir dafür einen kollaborativen Editor für das LaTeX-System (ähnlich Sharelatex, das bereits bei vielen Universitäten im Einsatz ist). Wir, das sind Studenten, die im Laufe ihres Studiums erkannt haben, dass so eine Software dringend überfällig ist. Über traditionellen Grenzen, die bei der Studierendenrepräsentation in Universitätsgremien gerne gezogen wird (Fachschaft gegen Fachbereich), hinweg haben wir als gemeinsame Anstrenung an einer Lösung gearbeitet, die sich an den Bedürfnissen in Lehre und Forschung orientiert. Das geht nur, weil wir nicht die Ohren verschließen vor den Befindlichkeiten der Akteure.

Bei der Umsetzung eines solchen Vorhabens fällt man aber auch „immer tiefer in den Kaninchenbau“, erfährt immer mehr über die Abgründe der Hochschulpolitik und nicht-durchdachten Konzepten. Über unsere Plattform wollen wir etwa ab dem Sommersemester 2015 zu ausgewählten Übungen Lösungswege mithilfe von Computeralgebra anbieten (dies ist das eigentliche Kerngeschäft unserer Plattform). Das geradezu ins Auge springende Stichwort Musterlösungen lässt vielen Dozenten die Haare zu Berge stehen. Der Umgang mit Musterlösungen ist heute immernoch in weiten Bereichen der Universität anachronistisch, was sich durch falsch verstandene Lehre erklären lässt. Auch hier können nur langfristige Lösungen für die gesamte Welt des Lernens (die etwa das Schulsystem mit einschließt) gefunden werden, wenn ein offener Diskurs geführt wird, bei dem Lernende wie Lehrende auf Augenhöhe zum eigentlichen Ziel, dem Aneignen von Fähigkeiten, hin arbeiten.

Cloud made in Frankfurt

Wir sind an der Goethe-Universität Frankfurt in der besonderen Situation, dass wir uns für die Entwicklung von eLearning-Software deutschlandweit ein besonderes Renomeé erarbeitet haben. Technisch ist alles verfügbar: Es gibt Rechenleistung im Überfluss, fast jedes größere Gebäude der Universität beheimatet ein kleineres oder größeres Rechenzentrum und dieses wartendes Personal. Was wir brauchen, ist ein offener Dialog zwischen den Nehmenden und Gebenden, um Lösungen für die dringenden Probleme unserer Zeit zu erarbeiten. Nur dann können wir uns emanzipieren vom Softwarekonsumenten hin zum selbstbestimmten Benutzer, der sich seiner digitalen Umgebung ebenso bewusst ist wie seiner analogen. Dafür braucht es aber auch viel Geld, denn Software entwickelt und wartet sich nicht von selbst. Dieses Geld sollte nicht weiter für Softwarelizenzen ins Ausland fließen, sondern verwendet werden, um unsere eigene Zukunft zu gestalten.

NEU!!! YouTube-Channel von Watch&Write 2014/15

Das SeLF-Projekt Watch&Write hat jetzt einen eigenen YouToube-Channel eingerichtet und darin ihren ersten kurzen Comic-Animationsfilm zum Thema „Was sind Schreibstrategien?“ veröffentlicht. Ein Making-Of Video ist auch zu sehen. Beide Videos sind wirklich sehr gelungen und empfehlenswert!!! Aber schaut doch einfach mal selbst…

 

Schreibstrategien Erklärvideo

Schreibstrategien Erklärvideo

 

Hier der Link in ausgeschriebener Form: https://www.youtube.com/channel/UC7W4bIwkSuP8jxRNMwRIeYw

Über Feedback freuen sich die Projektakteure sicherlich. 😉

9. eLearning Netzwerktag der Goethe-Universität Frankfurt am Main

 

netzwerktag_multimediasystem_2014_webAm 18.12.2014 findet dieses Jahr der 9. eLearning-Netzwerktag der Goethe-Universität, unter dem Motto, „Kompetenzorientiertes Lernen im Netz“, statt.

Die Veranstaltung zielt darauf ab, die Erfahrungen und Ergebnisse aus eLearning-Projekten der Goethe-Universität sichtbar zu machen und neue Impulse zu öffnen und diese einzubinden.

Die erste Keynote hält Prof. Dr. Rolf Arnold (TU Kaiserslautern), der den Zusammenhang von Kompetenzentwicklung und informellem Lernen im Kontext Neuer Medien und damit das Veranstaltungsthema aufgreift. Am Nachmittag beschäftigt sich Prof. Dr. Holger Horz (Goethe-Universität Frankfurt) in der zweiten Keynote mit dem Thema ICT-Literacy von Lernenden und Lehrenden in institutionellen Bildungsprozessen. Dabei behandelt er die Frage, „Wie gut sind wir in Deutschland aus bildungswissenschaftlicher Sicht für E- und Blended Learning aus personeller Sicht aufgestellt?“.

Zwischen den Keynotes präsentieren die Fachbereiche der Universität ihre eLearning-Aktivitäten; insbesondere die Projekte der eLearning-Förderfonds und der studentischen eLearning-Förderung (SeLF). In diesem Jahr sind alle SeLF-2014/2015 Projektakteure am Veranstaltungstag vertreten und werden ihre Projektidee und Ergebnisse präsentieren.

In den Pausen und auf dem abendlichen Get-Together im Anschluss an die Veranstaltung bieten sich wieder zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung an. Das Programm befindet sich hier und die Anmeldung ist kostenfrei. Vorbeischauen lohnt sich!