Nachlese einer Tagungswoche: Dresden und Berlin

Zuhause angekommen, packt man die diversen Flyer und Mappen aus, gesammelt in der Tagungswoche mit dem Besuch des E-Learning-Symposiums in Dresden und der GML Tagung in Berlin, die direkt anschließend stattfand.

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2. Symposium E-Learning an der TU Dresden – 9./10.3.2010
Die Dresdener Tagung war mit ca. 100 Teilnehmenden recht gut besucht, wobei ca. die Hälfte der Besucher aus den eigenen Reihen stammt, von der TU Dresden selbst. Auffällig war die Teilnahme vor allem vieler junger WissenschaftlerInnen und vor allem auch vieler technisch orientierter Ingenieure, die den Einsatz neuer Medien z.B. nach dem Beitrag von Gabi Reimann oder im “Studieren 2.0″-Workshop kritisch hinterfragten, zugleich aber offen waren, sich überzeugen zu lassen, so lange man ihnen die Mehrwerte für Lernprozesse deutlich machen kann. Erwähnenswert im Rahmen der Dresdener Tagung ist sicherlich der Beitrag von Gabi Reimann “Kino fällt aus: Erfahrungen und Folgerungen aus einem Pilotprojekt zur mediendidaktischen Umgestaltung einer Vorlesung“, wo sie die Partizipation von Studierenden und deren Nutzung verschiedener Medien in einer neu gestalteten Vorlesung vorstellte. Der Vortrag sollte laut Veranstalter in den nächsten Tagen online verfügbar sein.

Interessant in Dresden auch das neu gestaltete Workshopformat als Round Tables, das zwar aufgrund der großen Teilnehmerzahl sich organisatorisch etwas schwierig gestaltete, aber durchaus erfolgreich war. Die Ergebnisse zu „Bedingungen erfolgreicher Kooperation von Hochschulen“ (Standardisierung, definierte Kommunikationsprozesse, politischer Wille, Bedarfsorientierung und Kundennähe, Zielkonsens der Partner, Frage der Anerkennung, Wahrung der Autorenrechte und Kapazitätswirksamkeit) wurden neben den Ergebnissen der Workshops “Studieren 2.0: ePortfolio und PLEs” am Ende der Tagung plenar vorgestellt. In der PLE Gruppe gab es eine lange Diskussion zur Rolle von Lernplattformen neben PLEs und viel Widerstand auf die Überfrachtung von PLEs mit zu vielen gadgets, ob dies wohl vom Lernen ablenke? Hier machte sich der Bruch zwischen eLearning-Promotoren, der jungen Generation und kritischen eLearning-Neulingen am deutlichsten sichtbar. In der Gruppe ePortfolio herrschte da mehr Konsens bezüglich des Potentials dieser Ansätze. Einigkeit bestand jedoch auch darin, dass der Mehraufwand sich in Grenzen halten müssen für Lehrende und Lernende, es am besten Gesamtansätze für Studiengänge geben müssen, um den jeweils neuen Einarbeitungsaufwand gering zu halten und drittens der Mehrwert deutlich werden müsse, sich der Einsatz für Lernprozesse aber durchaus lohne und anzustreben sei.

Schön in Dresden vor allem das Tagungsbüro mit Tischen und ganztägig verfügbaren Getränken und Kaffee, das zu einem steten Treffpunkt der Tagungsteilnehmer wurde, aus dem die Veranstalter die Besucher zum teil nur mit massiven Aufrufen zurück in den Workshops einladen konnten, da gerade die überschaubare Teilnehmerzahl eine intensive Vernetzung und den Austausch hier beförderte.

GML Tagung in Berlin – 11./12.3.2010
Nun zu Berlin: Schwerpunkt der Tagung waren “E-Kooperationen und E-Praxis”, was sich in einigen Beiträgen zu Kooperationen mehrerer Hochschulen miteinander (z.B. ELAN) oder von Hochschulen mit Unternehmen, Schulen (z.B. NetBi des VCRPs) oder anderen Bildungseinrichtungen niederschlug. Auch hier fanden am zweiten Tag parallel zu einem Vortragstrack Workshops statt, ein Konzept, das beide Tagungen ein. Erwähnenswert ist von dieser Tagung z.B. das Online Portal edu-sharing, eine Initiative der Fernuniversität Hagen mit dem DINI , das sich irgendwo neben e-teaching.org wird positionieren müssen und stärker den Contentaustausch und die gemeinsame Generiering von Inhalten durch Hochschulen anstrebt.

Die GML Tagung war mit 180 Teilnehmenden ebenfalls gut besucht, wobei die Teilnehmenden sicherlich auch aufgrund der guten Lage des Veranstaltungsortes aus der ganzen Republik zusammen kamen. Eine Übersicht der begleitenden Posterausstellung, die in den Pausen aufgesucht werden konnte und wo auch die Frankfurter Didaktik der Bideologie vertreten war, findet sich hier.

Über Claudia Bremer

Claudia Bremer, Geschäftsführerin studiumdigitale

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