Stellungnahme der Philips Universität Marburg zur Verwendung von Sozialen Netzwerken und öffentlichen Lernplattformen in der Lehre

Die Lenkungsgruppe Neue Medien in der Lehre der Philips Universität Marburg hat im Zuge der zunehmenden Verbreitung sozialer Netzwerke und Dienstangebote wie Cloud-Services eine Stellungnahme erarbeitet, in der sie ihren Lehrenden rät, von der Nutzung externer E-Learning-Angebote abzusehen, „sofern es für die Ausgestaltung eines spezifischen Lehr-Lern-Arrangements nicht unerlässlich ist und an der Philipps-Universität kein entsprechender Dienst zur Verfügung steht oder gestellt werden kann.“ Allerdings empfiehlt der Kreis auch, dass wenn „externe E-Learning-Dienste hingegen zur didaktischen Bereicherung einer Lehrveranstaltung benötigt [werden…], darauf zu achten [ist], dass die Teilnahme der Studierenden an den externen Verfahren nicht zwingend vorausgesetzt wird und dass keiner Teilnehmerin und keinem Teilnehmer hieraus ein Nachteil entstehen darf!“.

In diesem Sinne soll den Studierenden auch die Möglichkeit eingeräumt werden, „sich vorab über die Geschäftsbedingungen und Datenschutzrichtlinien des im Unterricht eingesetzten Mediendienstes zu informieren und so zu einer bewussten Entscheidung bzgl. ihrer Teilnahme zu kommen.“

Der komplette Text steht hier bereit.

Kommentar:
Sicher ein wichtiger und interessanter Vorstoss in Zeiten des Web 2.0, damit die Studierenden sich nicht je nach Lehrendem in x Tool einloggen müssen und zudem gezwungen werden, ihre Daten in soziale Netzwerke einzustellen – eine Diskussion, die wir auch oft hier an der Universität führen – und sofern das Kennenlernen dieser Umgebungen nicht Teil eines Kompetenzziels und -anspuchs sein muss wie z.B. im Lehramtsstudium. Was jedoch sicher auch über geschützte und optionale Lösungen erreichbar ist. Nur: Mal schauen, wie lange wir die innere Sicherheit der Lernplattformen so halten können. Diese Sicherheit ist natürlich auch oftmals mit dem Nachteil eines Verlust der Openness auf der anderen Seite verbunden, der aber durch entsprechende Contentstrategie aufzufangen wäre, indem z.B. digitale Inhalte (Content) – so weit es rechtlich möglich ist – öffentlich bereitgestellt werden, während die Kommunikations- und Kooperationsprozesse der Studierenden in geschützten Umgebungen stattfinden. Wichtig ist sicher bei solchen Vorstössen, dass die eigene Plattform dann auch gewisse Web 2.0-Funktionalitäten bereit hält.

Reaktionen sind herzlich willkommen! (C. Bremer)

Über Claudia Bremer

Claudia Bremer, eLearning, Goethe-Universität Frankfurt

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