Mehr als nur bunte Bildchen? – Erfahrungsberichte zu Open Badges in der MultimediaWerkstatt am 17. Januar

Mit Hilfe Digitaler Badges oder auch Open Badges lassen sich erworbene Skills, Fertigkeiten oder Kompetenzen dokumentieren. Die virtuellen Abzeichen dienen dabei als alternative Form des Assessements und der Zertifizierung insbesondere in informellen und non-formalen Bildungssituationen. Die Grundidee der Badges ist dabei nicht unbedingt neu, vielen dürften die Abzeichen aus der „analogen“ Welt bereits bekannt sein – sei es das Wanderabzeichen der Pfadfinder oder das Frühschwimmerabzeichen „Seepferdchen“.

Für die MultimediaWerkstatt am 17. Januar hatte studiumdigitale gleich zwei ReferentInnen eingeladen, um das Thema Digitale Badges näher zu beleuchten: Dr. Peter Ferdinand vom Institut für Wissensmedien der Universität Koblenz-Landau berichtete in seinem Vortrag von den dort gemachten Erfahrungen mit den virtuellen Auszeichnungen.

Im Rahmen des EU-Projekts „Radio Active Europe“ setzte die Universität Open Badges in einem informellen Lernsetting ein. Im Ergebnis lies sich feststellen, dass Badges zwar durchaus motivationssteigernd wirken können, allerdings sowohl für Lehrende als auch für Teilnehmende erklärungsbedürftig sind und darum klare Anforderungen brauchen. Ab dem kommenden Sommersemester plant die Universität Koblenz-Landau Badges zur Anerkennung von Fähigkeiten zu vergeben, z.B. im Bereich Medienkompetenz. Dabei kann man die Badges nach der Bearbeitung bestimmter Aufgaben bekommen. Die sonst übliche Teilnahme an entsprechenden Fortbildungen ist dabei nicht verpflichtend, man kann die Aufgaben bei entsprechenden Vorkenntnissen auch direkt bearbeiten.

Die zweite Referentin, Prof. Dr. Ilona Buchem von der Beuth-Hochschule für Technik Berlin war per Live-Videokonferenz zugeschaltet. In Ihrem Vortrag stellte sie verschiedene Projekte der Beuth-Hochschule vor, bei denen Mozilla Open Badges eingesetzt werden. Auch beleuchtete sie die Entstehungsgeschichte der Open Badges, die sich aus der Idee des Open Movement ableitet, zu der auch Bewegungen wie Open Access, Open Source oder Open Educational Ressources gehören.

Der Vortrag von Ilona Buchem machte auch deutlich, dass Open Badges eben doch mehr sind als nur bunte Bildchen: Hinter jedem Badge liegen kodierte Metadaten, die genau beschreiben, wer den Badge verleiht und welche Anforderungen an die Vergabe des Badges gestellt werden bzw. welche Kompetenzen, Skills oder Fähigkeiten nachgewiesen werden müssen um den Badge zu erhalten.

 

Der Teilnahme-Badge zur MultimediaWerkstatt

Zum Abschluss der MultimediaWerkstatt hatten alle Teilnehmenden noch die Gelegenheit, einen Teilnahmebadge zu erwerben, der mit Hilfe des Systems Open Badge Factory erstellt wurde. Dieses System nutzt auch die Uni Koblenz-Landau zur Erstellung und Vergabe ihrer Badges. (Durch Klicken auf den Badge gelangen Sie auf die zugehörige Seite mit den Vergabekriterien).

Übrigens: Die nächste MultimediaWerkstatt findet am 14. Februar statt und widmet sich dem Thema „Digitale Selbstvermarktung als WissenschaftlerIn„. Hier können Sie sich bereits jetzt dafür anmelden!

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