Open Access: Publizieren in Gold und Grün – Nachbericht zur MultimediaWerkstatt am 19. September

In der Septemberausgabe der MultimediaWerkstatt beschäftigten wir uns mit dem Thema Open Access. Dazu hatten wir zwei Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zu Gast, die das Thema darum auch aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten.

Zunächst stellte der Jurist Prof. Dr. Alexander Peukert vom Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität in seinem Vortrag kurz die beiden grundlegenden Möglichkeiten vor, die man bei der Veröffentlichung unter Open Access hat: Der sogenannte Goldene Weg meint eine Erstveröffentlichung ausschließlich unter einer frei zugänglichen, offenen Lizenz (z.B. in einem Open Access Journal). Die zweite Möglichkeit ist der sogenannte Grüne Weg: Damit wird eine Zweitveröffentlichung unter offener Lizenz bezeichnet. Diese kann entweder gleichzeitig mit der Erstveröffentlichung in einem kostenpflichtigen Journal erfolgen, oder auch nach Ablauf einer Sperrfrist. Diese Sperrfrist kann maximal 12 Monate beantragen, danach ist eine Zweitveröffentlichung unter Open Access immer möglich, wie Prof. Peukert weiter erläuterte. Wie eine solche Zweitveröffentlichung aussehen kann, konnten sich die Teilnehmenden am Beispiel der Research Paper Series des FB Rechtswissenschaft ansehen. Auf diesem Portal des Publikationsservers der Goethe-Universität haben alle Wissenschaftler des Fachbereichs die Möglichkeit, ihre Artikel als Zweitveröffentlichung unter offener Lizenz zu platzieren.

Folien von Prof. Dr. Alexander Peukert:

Den zweiten Vortrag hielt Dr. Roland Wagner, Leiter der Bibliothek der Naturwissenschaften und gleichzeitig Open Access-Beauftragter der Goethe-Universität. Er stellte in seinem Vortrag die Unterstützungsmöglichkeiten für Wissenschaftler*innen der Goethe-Universität vor, die unter Open Access publizieren wollen. Neben Beratung durch den Beauftragten selbst, hat die Universität z.B. einen Open Access-Publikationsfonds eingerichtet, aus dem Forscher*innen Zuschüsse für Publikationsgebühren beantragen können. Auch die oben bereits erwähnte Publikationsplattform steht allen offen, die Forschungsergebnisse als Zweitveröffentlichung unter Open Access publizieren wollen. Allen Instituten, die selbst ein Open Access-Journal ins Leben rufen wollen, bietet die Universitätsbibliothek ein eigenes Redaktionssystem inkl. Publikationsplattform an, die derzeit bereits 4 Journals beinhaltet. Den Vortrag von Dr. Roland Wagner können Sie hier auch noch einmal anschauen:

Folien von Dr. Roland Wagner:

In der Veranstaltung wurden noch eine ganze Reihe interessanter Links gesammelt, die wir hier in einem Etherpad gesammelt haben: https://yourpart.eu/p/openaccess

 

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