Masterclass

“Sound Knowledge: Exploring the Dramaturgies, Philosophies and Politics of Listening”

Call for Contributions

Wie läßt sich das Hören dramaturgisch, philosophisch, aber auch politisch denken? Dieser Frage wollen wir in unserer diesjährigen Masterclass nachgehen und damit der wachsenden Bedeutung auditiver Kulturen in und jenseits des Theaters Rechnung tragen. Der sogenannte „aural turn“, der in den letzten 15 Jahren zu einer Welle neuer Forschungsansätze in den Geistes- und Sozialwissenschaften geführt hat und in dessen Zentrum das interdisziplinäre Feld der Sound Studies steht, ist dabei ebenso relevant wie innovative Performance Formate, die sich in Form von headphone theatres, sound walks oder ‚immersiven‘ Theatererfahrungen die expandierenden Möglichkeiten der digitalen Medien zu eigen gemacht haben. Die radikale Relationalität des Hörens bietet dabei die Möglichkeit, visuelle Primate zu hinterfragen, Wahrnehmungsabläufe multimodal zu fassen und dabei gleichzeitig Aufmerksamkeitsökonomien und die auditiven Komponenten des öffentlichen Raumes zu untersuchen.

Die Masterclass bildet den Abschluss eines im Wintersemester 2019/20 angebotenen Seminars des derzeitigen Friedrich Hölderlin-Gastprofessors Enrico Pitozzi, kann aber auch unabhängig von diesem aktiv besucht werden. Sie will Studierenden die Gelegenheit bieten, eigene Forschungsergebnisse in Impulsvorträgen vorzustellen und zu diskutieren. Ergänzt werden diese Beiträge durch Diskussionsrunden, Panels und Vorträge einer Reihe von Künstlern und wissenschaftlichen Gästen.

Den Call for Contributions zur Masterclass finden Sie hier.